Wo kommen wir denn hin?

Das frage ich mich, das Kind der 70er und 80er. Die Blüte der Wirtschaft durfte ich als Kind miterleben. Viel haben, viel geben….

Materielles war vorhanden und immer Neues eroberte den Markt und unsere Herzen. Menschlichkeit blieb, zumindest kam es mir damals so vor.

Die Menschen traten sich nicht gegenseitig so derart mit Füssen und Worten, man fand Gemeinsamkeiten (Viele Vereinsgründungen in diesen Jahren!) und tauschte sich übereinander und miteinander aus, fand Verständnis und unterstützte…

HAB ICH DAS ALLES NUR GETRÄUMT?

Im Laufe der 90er spürte ich dann immer mehr, dass allgemein der Trend dahin ging, dass Materielles (Mein Haus, mein beruflicher Stand, mein Auto, meine Boot, mein Pferd, meine Frau – jaaa, genau in der Reihenfolge!) das non plus ultra unserer gesellschaftlichen Werte zu werden schien…

Schein?

Nein, kein Schein, leider 😦 Es wurde drastischer, die Zeiten wurden gespeist von HABEN / SCHEINEN / WOLLEN.

Menschlichkeiten kehrten sich immer weiter unter Teppiche, Scheinmaskierungen bezüglich Persönlichkeit wurden aufgesetzt und Ignoranz gegenüber dem Nächsten moralisch immer vertretbarer…

Die Jahrhundertwende…. der Euro, ich hab Kinder, die erste Ehe…

Ohhhh nooooo! Was ist da denn nur passiert?

Mutter sein, das ist nicht schwer, Mutter in den 2000ern dagegen sehr ! Nun bekam ich die volle Breitseite all der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu spüren. Waren noch 25 Jahre zuvor Familien gesellschaftlich anerkannt, so dass auch wirklich möglich war, die Kinder in einem recht gut gesicherten Umfeld, mit genügend Einkommen vom Haushaltsvorstand (weil relative Einnahmen, relativen Ausgaben ziemlich entspannt gegenüber standen) aufzuziehen und ihnen Zeit, Aufmerksamkeit und Würde zu geben, so änderte sich das rasant.

Mütter müssen nun mitarbeiten, Geld verdienen, damit die Familie versorgt gewusst wird. Dementsprechend müssen die Kinder woanders hin delegiert werden, denn zur Arbeit kann man sie nicht mitnehmen – ging ja noch nie, brauchte es aber auch nicht, da Mütter nicht zwingend mitarbeiten mussten! -, aber auch nicht einfach alleine lassen (bis zu einem bestimmten Entwicklungsstand zumindest!).

Die Familie bröckelt, die Elternnähe verschwimmt oder ist nicht mehr vorhanden, weil Eltern nach getaner Arbeit einfach keine Power für Familie mehr haben. Kinder, die sich alleingelassen fühlen, die sich nicht geborgen fühlen, gehen als kleine Erwachsene in die Gesellschaft und von ihnen wird erwartet, dass sie sich ANGEPASST verhalten.

ANPASSUNG an WAS? Anpassung an die Gesellschaft, deren Werte und Moral überhaupt nichts mehr wert ist… Anpassung an eine Gesellschaft, deren Anteile schon fast gar nicht mehr wissen, was Geborgenheit, echte Zuneigung und vor allem aber GEFÜHLE bedeuten und wie man mit ihnen umgeht…. (Positiv, wie negativ!!!)

Dies alles habe ich noch in meiner Familie erleben dürfen, trotzdem meine Eltern beide (in der Firma meines Vaters) arbeiteten, da ich schon flügge genug war, um meine Werte von zuhause in die Welt zu tragen und das auf gutem Fundament!

Und nun?

Mittlerweile sogar schon 2013 …

Die Werte sind verschoben. Worte wie Stolz und Ehre werden sogar schon fast hysterisch der Neonaziszene zugeordnet, Moral und Ehrlichkeit sind völlig verschwommen und auch fast nur noch als Worte in Wikipedia zu finden, oder werden als „schwach“ abgetan…

Wirklich danach leben, traut sich doch keiner mehr, denn er könnte untergehen und seine Existenz dadurch gefährdet sehen, dass er nicht mit dem Strom schwimmt. Ellbogen werden aufgerüstet, Mentalitäten werden konstruiert und einstudiert, bis zur Automation, um dann sofort ausgepackt werden zu können, wenn es vermeintlich AN DAS LEBEN geht!

Meine Frage also, wo kommen wir denn hin? Wofür ist das gut und WOLLEN WIR DAS WIRKLICH? und vor allem WELCHES LEBEN?

Ein Freund sagte eben zu mir: „Ich glaube, die Leute, die Geld haben, haben viel mehr Sorgen, als die Armen! Sie müssen sich jeden Tag Sorgen um ihr Hab und Gut machen, die Armen haben nichts, deshalb kann man ihnen auch nichts mehr nehmen“ 

RECHT HAT ER!!!

Dann hab ich doch eben noch das hier gefunden, was Obiges ziemlich gut unterstreicht und scheinbar ja nicht nur mir Gedanken wert war 😉

http://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/bildung/johannes-vatter-erklart-die-glucksforschung

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